Dreaming Egypt- Tag 5

Isis Tempel und Kom Ombo

Samstag, 20. Oktober 2018

Ich schreibe diesen Text schon zum dritten Mal 🙈. Das erste Mal gefiel mir der Text nicht, das zweite Mal nachdem ich mehrere Stunden daran gearbeitet hatte und ich ihn in meine Webseite kopieren wollte, habe ich den Text aus Versehen gelöscht.

Um 3:00 Uhr morgens werden wir geweckt. Nach Kaffee und Kuchen fahren wir mit einem Kleinbus zum Hafen wo wir ein kleines Boot besteigen, dass uns zur Insel Philae bringt. Die Überfahrt dauert rund zehn Minuten. Auf halbem Weg hĂ€lt das Motorboot damit wir das Panorama in Stille betrachten können. Der Mond wird auf dem fast spiegelglatten Wasser reflektiert und am Himmel funkeln die Sterne. Die Insel und der Tempel prĂ€sentiert sich majestĂ€tisch vor uns. Dank meiner Hellsichtigkeit sehr ich das Energiefeld der Insel. Über dem Tempel zeigt sich die Energie wie wenn man Hitze ĂŒber dem Asphalt sieht. Wir sind alle bereits in meditativen Zustand, was das ganze noch verstĂ€rkt.

Am Steg angekommen erwartet uns ein Sicherheitskomitee das uns den HĂŒgel hoch bis vor den Eingang des Tempels begleitet. Es ist noch dunkel und Taschenlampen weisen uns den Weg. Vom GebĂ€ude selbst sehe ich zu diesem Zeitpunkt nichts, spĂŒre jedoch die Kraft in den Gesteinen.

In Stille betreten wir das Foyer. Victoria und zwei der Teilnehmerinnen begeben sich in den Altarraum um einige Vorbereitungen zu treffen. Die anderen warten in Dunkelheit auf Einlass.

Es ist warm und die Luft duftet nach Sand, Wasser und Gestein. Eine nach der anderen werden wir am Eingang erst von Victoria mit einem Tupfen Öl auf Stirn und Brustbein, danach von unserer KrĂ€uterfrau mit einer von ihr speziell kreierten Essenz besprĂŒht.

Mitten im ca. 15 m2 grossen und 6 oder mehr Meter hohen Raum steht ein Granitblock, der seit Jahrtausenden als Altar verwendet wird. Auf einem von V mitgebrachten Tuch sind elektrische Teelichter, mitgebrachte Kristalle, KrÀuter, Statuen und ein Schale Wasser daraufgelegt.

Wir stehen im Kreis rund um den Altar. V eröffnet die Aktivierung mit einem Text aus einem Buch das ihr viel bedeutet. Anschliessend bittet sie die Kraft der Göttin Isis und alle unsere geistig-spirituellen, multidimensionalen Wesen um Anwesenheit.

Seit ich auf der Insel Fuss gesetzt habe, fĂŒhle ich mein Team um mich herum. Bevor ich in den Altarraum gebeten werde, bittet mich mein Team mein AufnahmegerĂ€t einzuschalten um die Energie festzuhalten. Ich widerspreche, da ich am Vorabend die Anwesenden fragte, ob eine Aufnahme gewĂŒnscht wĂŒrde und mir diese von einer Teilnehmerin verwehrt wurde. Mein Team gibt mir jedoch das GefĂŒhl, es sei fĂŒr mich wichtig und so starte ich die Aufnahme.

V nimmt ihre Stimmgabeln hervor und geht von einer Person zur anderen. Sie schlĂ€gt die Gabel je zwei mal an. Der Klang ist wegen der Akustik, wenn auch nicht laut, dennoch Ă€usserst intensiv. Als sie hinter mir die Gabel anschlĂ€gt und mir einen Finger zwischen die SchulterblĂ€tter legt, ist es als ob sie auf den ON Knopf gedrĂŒckt hĂ€tte. Die Schwingung des Tons durchdringt meinen physischen Körper auf angenehme Art wie Strom.

Meine TĂŒrsteherin meldet sich mit der Anfrage: „Du, die fragen ob du bereit wĂ€rst, ihnen deine Stimme zu verleihen.“ Ich werde ein wenig nervös, und gleich wieder beruhigt.

Als V die Klanggabel zum letzten Mal anschlĂ€gt, ich höre meine TĂŒrsteherin sagen: Jetzt.

Es ist seltsam meine Stimme wahrzunehmen ohne genau zu registrieren was ich sage. Ich fĂŒhle ein starke PrĂ€senz, ich fĂŒhle universelle Liebe durch mich hindurch fliessen.

Die Botschaft, oder Transmission dauert knapp zwei Minuten. Als sie vorbei ist, reagiert mein Körper mit TrĂ€nen und ÜberwĂ€ltigung. Ich bin nicht unglĂŒcklich, dass V ein Dankgebet spricht und das Ritual beendet.

Ich will gehen und teile mit, dass ich draussen warten werde. Im Freien erwartet mich ein wunderschönes Geschenk von Mutter Erde. Den Sonnenaufgang!

Sonnenaufgang Isis Tempel

FĂŒr mich ist es wie ein Zeichen, eine BestĂ€tigung und eine Danksagung von Gaia.

Ich bin alleine auf dem Tempel Areal, auch wenn ich weiss, dass Sicherheitspersonal mich beobachtet, fĂŒhle ich mich nicht unter Kontrolle. Sie lassen mir respektvoll den Raum.

Wir bewundern nun den Tempel bei Tageslicht und horchen den spannenden Geschichten die unser Ägyptologe Aki zu erzĂ€hlen weiss. Um Punkt sieben trudeln die ersten Touristen ein. Wir sind alle fasziniert, wie die Energie des Tempels sich auf einen Schlag verĂ€ndert. Wie wenn der Tempel, dass Gestein sein Kraft wieder herunter fĂ€hrt.

ZurĂŒck auf dem Festland am Steg gibt’s alle möglichen Souvenirs. Schon beim Hinweg fielen mir die tĂŒrkisfarbenen Steine auf. Die VerkĂ€ufer lassen ihr gesamtes Inventar am Steg auf dem Boden ausgebreitet. Als ich erfahre, dass dies in Granit kristallisiertes Wasser ist, hat meine Faszination keine Grenzen mehr! Zwei StĂŒck kommen mit mir.

Auf der Afandina erwartet uns ein leckeres FrĂŒhstĂŒck wĂ€hrend wir in Richtung Kom Ombo segeln. Na ja, eigentlich werden wir von einem Motorboot gestossen. Die Fahrt bis dorthin dauert vier Stunden.

Um 14 Uhr docken wir 500 Meter vom Tempel an. Es ist der einzige Tempel der zwei Göttern gewidmet ist. Soek, der die Dunkelheit und Osiris, der das Licht symbolisiert. Von V erfahren wir, dass es im Tempel einen Platz hat, wo diese PolaritĂ€t sehr gut zu fĂŒhlen sei. Wir haben das GlĂŒck, oder vielleicht das exzellente Verhandlungsvermögen unsers ReisefĂŒhrer Akram, dass wir 15 Minuten ohne Störung von anderen Touristen dort verweilen können. Ganz ehrlich, ich spĂŒre ein ziehen in meiner Hergegend und einen leichten Druck im Solarplexus, mehr nicht. Und offen gestanden macht mir die extreme Hitze mĂ€chtig zu schaffen. Ich bin froh, dass wir nicht allzu lang dort verweilen.

Der Tag klingt mit einem Nachtessen auf einer Insel im Nil aus und ich falle reich beglĂŒckt, todmĂŒde ins Bett.

Nachtessen auf einer Insel im Nil

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